Technologie Info Elektropolieren

Elektropolieren ist - vereinfacht ausgedrückt - ein umgekehrter galvanischer Prozess. Dabei wird das anodisch geschaltete Werkstück mit Gegenkathoden versehen und in einem Elektrolyten auf Basis von konzentrierter Schwefel-/Phosphorsäure einer Gleichspannung ausgesetzt.

Die Parameter sind so gewählt, dass unter einebenden Bedingungen belastungsfrei Material abgetragen wird. Der Abtrag findet bevorzugt an Spitzen und Graten (Entgratungseffekt) statt, so dass glatte, hochglänzende, nahezu inerte Oberflächen entstehen.

Der Prozess findet bei einer Temperatur von ca. 45°C und einer Spannung von 6-12 V statt, Dauer je nach erforderlichem Abtrag 5 – 15 Minuten.

Als besonders geeignet haben sich Werkstoffe erwiesen, die keine oder nur geringe Bestandteile an Kohlenstoff, Titan oder Silizium aufweisen, z.B. Werkstoffe mit der DIN Bezeichnung 1.4404, 1.4435 oder auch Ni-Basislegierungen wie 2.4605.
Elektropolierte Oberflächen weisen Vorteile auf, die in dieser Kombination durch andere Verfahren nicht erzielt werden können:

  • metallische Reinheit und Passivität
  • höchste Korrosionsbeständigkeit
  • Entgratung im Mikro- und Makrobereich
  • geringe Produktanhaftung bzw. verringerte Belagbildung
  • günstiges Reinigungsverhalten
  • weitgehende Partikelfreiheit
  • Verfahrens- und Produktneutralität
  • dekoratives und ansprechendes Aussehen.
 
 




 
Abbildung:
Schematische Darstellung
der fortschreitenden Einebnung
einer Metalloberfläche durch
Elektropolieren.
 

 
 

 



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